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Biohof Waas, Bioland, Bayern
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Biohof Waas, Bioland, Bayern

Biohof Waas, Bioland, Bayern
Biohof Waas, Bioland, Bayern
Biohof Waas, Bioland, Bayern

Die Ortschaft Zeholfing im niederbayrischen Isartal hat im Gemüseanbau eine lange Tradition. Zeholfing liegt am grünen Steilufer der Isar, eingerahmt durch das üppige Hügelland zwischen Isar und Vils. Der Gemüseanbau in Zeholfing profitiert vom milden Kleinklima dieser Region. Hier liegt der Bioland-Hof von Monika und Rudi Waas mit seinen weitreichenden Anbauflächen.

Rudi Waas – Umdenken und Durchstarten in Sachen Bio

Familie Waas bewirtschaftet ihren Hof nun in der dritten Generation. Rudi Waas kommt aus der konventionellen Landwirtschaft. In den 80ern entschied er sich – entgegen dem landläufigen Trend - für den biologischen Gemüseanbau.

1977 stieg Rudi Waas in den elterlichen Betrieb ein. Die konventionelle Gemüseindustrie entwickelte sich damals zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Region Landau. Als junger Mann erlebte Rudi Waas den Sturz des Gemüsepreises in der Region Landau. Die folgende Massenproduktion der Felderzeugnisse verbunden mit starkem Düngungs- und Pflanzenschutzaufwand brachte ihn zum ökologischen Landbau. Heute produzieren Rudi und Monika Waas unter den strengen Bioland-Richtlinien.

Der Boden im biologischen Landbau – Wertschätzung eines wertvollen Gutes

Die südlich gelegenen Felder des Biohofes Waas befinden sich auf tertiärem Hügelland – ein lehmiger Boden, der das Wasser lange hält. Die Isar-Ebene trägt vorwiegend sandigen Schwemmlandboden. So ist jede Ackerfläche von Rudi Waas Flächen charakteristisch und speziell – der Landwirt beachtet dies in seiner Anbauplanung und pflanzt seine Erzeugnisse nach „Vorlieben“ des Bodens.

„Vorbeugen steht im Vordergrund, nicht das Bekämpfen von Schaderregern und Krankheiten. Standort- und Sortenwahl, Bodenbearbeitung, Fruchtwechsel und Düngung spielen eine umso größere Rolle, da im Öko-Anbau keine chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmittel und leicht lösliche Dünger eingesetzt werden dürfen. Stattdessen sind wir bemüht, dass die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt wird.“

Düngung und Fruchtfolge – dem Boden wiedergeben, was er uns schenkt

Rudi Waas düngt mit pflanzlichen Rückständen aus dem eigenen Anbau und mit Mist eines biologischen Nachbarbetriebs. Der Landwirt setzt zudem auf den Einsatz von Leguminosen. Die Pflanzen binden den Stickstoff der Luft und machen ihn für den Boden verfügbar. Rudi Waas baut in Fruchtfolge an. Er pflanzt in regelmäßigen Abständen verschiedene Kulturen die zur Erhaltung und Mehrung der Bodenfruchtbarkeit dienen – weit sichtbar sind seine großen Sonnenblumenfelder. Eine gut abgestimmte Fruchtfolge schützt Boden und Pflanze zudem vor Schädlingsbefall, unterstützt die Entwicklung von wichtigen Bodenorganismen, hemmt „Unkräuter“ und schützt vor übertragbaren Pflanzenkrankheiten.

„Der ökologische Landbau ist meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit, unsere Böden über Generationen hinweg fruchtbar zu erhalten. Über die Nahrungskette gefährdet der langfristige Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft die Gesundheit von uns allen. Für die zukünftigen Generationen wird die Biodiversität unseres Lebensraums daher von existenzieller Bedeutung sein.“

Die eigene Jungpflanzenzucht – starke Zöglinge; gesunde Frucht

Neben Feingemüse sind Zwiebeln Rudi Waas Meisterleistung. Der Anbau von Steck- und Säzwiebeln ist risikobehaftet. Mit dem Anbau von Pflanzzwiebeln geht Rudi Waas einen alternativen Weg. Pflanzzwiebeln werden in Tray-Platten angezogen. Das Auspflanzen auf die Ackerfläche ist streng terminiert nach der jeweiligen Wachstumsphase – so ist die Jungpflanze widerstandsfähig genug, um sich auf dem Feld gesund zu entwickeln.

Rudi Waas zieht seine Jungpflanzen selbst. Seit 2004 steht ihm ein Gewächshaus mit 7000 Quadratmeter zur Verfügung.

Monika und Rudi Waas produzieren nach Global Gap Richtlinien, die neben der Lebensmittelsicherheit und dem Umweltschutz auch wertschätzende Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sichern. Das Ehepaar nutzt regenerative Energien und ist um eine stete Ökonomie bemüht. So richteten die vier starken Öko-Betriebe; Waas, Stockner, Laurer und Wiethaler, eine Transportgemeinschaft zum Vertrieb ihrer Erzeugnisse ein – Hand in Hand in einem nachhaltigen Bewusstsein.

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