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Acht von zehn Deutschen sind Mutanten

2014 KW49

Vom evolutionären Siegeszug des Laktase-Enzyms

Wir Deutschen lieben Milch, deshalb ist die Milchwirtschaft der umsatzstärkste Zweig der deutschen Agrarbranche nach der Fleischwirtschaft. Die weiße Flüssigkeit enthält wichtige Nährstoffe (u. a. Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalzium, Vitamine) und ist von unserer Speisekarte längst nicht mehr wegzudenken. Es gibt jedoch einen Störfaktor, der offenbar immer mehr Menschen dazu zwingt, auf Milchprodukte zu verzichten: die Laktose, also Milchzucker. Mittlerweile glauben 50 % aller Deutschen eine Laktoseintoleranz zu haben, tatsächlich sind es nur etwa 15 %. Die Betroffenen meinen an einer Krankheit zu leiden, dabei ist Laktoseintoleranz global betrachtet weiter verbreitet als Laktoseverträglichkeit.

Ob wir Milchzucker vertragen oder nicht, hängt davon ab, wie viel Laktase unser Körper produziert. Dieses Verdauungsenzym spaltet den zweiteiligen Milchzucker in seine Bestandteile Galaktose und Glukose. Erfolgt die Spaltung nicht, ist das Milchzucker-Molekül zu groß, um von der Dünndarmschleimhaut ins Blut aufgenommen zu werden. Die Laktose wandert in den Darm, wo sie von Bakterien zersetzt wird. Dabei entstehen Gase und Wasser, was Blähungen und andere Symptome zufolge hat.

Für gewöhnlich vertragen Säugetiere Milch nur zu Beginn ihres Lebens. Der menschliche Körper vermindert die Laktase-Produktion mit der Entwöhnung von Muttermilch, bis er schließlich keine Milch mehr verdauen kann - es kommt zur natürlichen Laktoseintoleranz. Über hunderte Generationen hinweg hat sich in nördlichen Gefilden unseres Planeten jedoch eine Mutation verbreitet, die dazu führte, dass auch Erwachsene Milch vertragen, man spricht von Laktasepersistenz.

Als der Mensch begann, Landwirtschaft zu betreiben, standen Erntemiseren und Mangelernährung auf der Tagesordnung. Wer Milch mit den darin enthaltenen Nährstoffen verdauen konnte, hatte einen entscheidenden Überlebensvorteil. Die Antwort auf die Frage, warum sich die Mutation bei uns so viel stärker durchsetzen konnte als in anderen Regionen der Erde, wo ebenfalls seit Jahrtausenden Viehwirtschaft betrieben wird, ist strittig. Nachfolgend drei Theorien:

  • Treffen wenige UV-Strahlen auf die Haut, kann unser Körper nicht ausreichend Vitamin D produzieren. Milch ist reich an Vitamin D und konnte nordischen Völkern in der dunklen Jahreszeit als „Sonnenersatzmittel“ dienen.

  • Unser kühleres Klima verbesserte die Lagerfähigkeit und führte zu höherem Milchkonsum.

  • Die Menschen im Süden konnten aufgrund anderer geografischer und klimatischer Bedingungen sowie einer anderen Esskultur auf eine größere Vielfalt anderer Nährstoffquellen zurückgreifen und waren somit weniger auf Milch angewiesen.

Sie haben Laktoseintoleranz? Kein Problem, es geht zwei Dritteln der Weltbevölkerung so. Damit können Sie gut leben, indem Sie Laktose meiden oder das Laktase-Enzym extern zuführen, wie es auch bei der Herstellung laktosefreier Milch getan wird. Manche fermentierten Milchprodukte wie Butter oder Käse enthalten von Natur aus kaum Laktose und sind oft auch dann gut verträglich, wenn sie nicht explizit als „laktosefrei“ gekennzeichnet sind. Letztendlich hängt der Laktosegehalt vom Herstellungsprozess des Erzeugnisses ab, für Käse beispielsweise gilt der Grundsatz: je länger die Reifung, desto geringer der Laktoseanteil.

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