Presseberichte bis einschl. 2012

Presseberichte bis einschl. 2012

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13. September 2012: Bohnen als Engel

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen

Raritäten-Fest am Sonntag bei Veit Plietz

Warum die Gewächshäuser am Rande von Schwarzach längst so etwas wie eine Arche Noah geworden sind.
Eine Halskette aus Bohnen? Klingt reichlich seltsam, ist aber ein echter Hingucker. Aus Bohnen lässt sich aber nicht nur origineller Schmuck herstellen – sondern auch ein Rosenkranz. Was an der Monstranzbohne liegt, auf der tatsächlich eine Engel zu erkennen ist.
Wo genau der Engel herkommt, ist nicht ganz klar. Immerhin gibt es eine Sage dazu: 1625 soll es gewesen sein, der Schwedenkrieg tobt. Die Schweden kamen ins Grabfeld und lagen vor Merkershausen. Der Pfarrer der Gemeinde nahm daraufhin alle Wertgegenstände aus der Kirche samt Monstranz und Kelche und vergrub diese im Garten.
Kurz darauf zerstörten die Schweden das Dorf und töteten einen Großteil der Bevölkerung. Als Jahre später der Ort wieder aufgebaut wurde, entdeckte man ein Bohnenfeld. Mit ungewöhnlichen Früchten: Eine besondere, braune Färbung, die einer Monstranz ähnelte.

Geschichten wie diese kann Veit Plietz viele erzählen. Zum Beispiel die, warum am Eingang zum Büro eine Bohne steht, die den seltsamen Namen „Sophies Türken“ trägt und aus Albertshofen stammt. Oder warum das Posthörnchen eine ausgemachte Delikatesse ist und woher die Elsterbohne ihren Namen hat. Bohnen, das wird in der Schwarzacher Raritätengärtnerei schnell klar, sind eben nicht einfach nur Bohnen.

Was es nicht alles gibt: Veit Plietz freut sich in seinem Gewächshaus über ungewöhnliche Pflanzen – wie beispielsweise die Meter-Bohne, die tatsächlich genau einen Meter groß wird. Foto: Frank Weichhan
Bohnen-Sammelsurium: Ein Blick in die Raritätenkiste – samt Bohnen-Schmuck. Foto: Frank Weichhan

Was kaum einer weiß: Es gibt etwa 10 000 Bohnensorten. Von wegen klein und grün. Auch unter Bohnen gibt es – wie wir gleich erfahren werden – wahre Größe und alle möglichen Formen und Farben. Einige davon am Leben zu erhalten und vor dem drohenden Aussterben zu retten, hat sich Veit Plietz seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben. Nachdem er bereits die wildestens Arten von Tomaten und Gurken entdeckte und anbaute, stürzte sich der Entdecker schließlich auch auf die Bohnen. Seither wachsen in den Gewächshäusern am Rande von Schwarzach beispielsweise Bohnen, die tatsächlich genau einen Meter lang werden.
Dabei wächst zusammen, was zusammen gehört: Busch- und Stangenbohnen etwa haben gerne Mais neben sich. Der Trick stammt von den Indios, die aus Prinzip Bohnen in Maiskulturen pflanzten. Der Mais dient dabei sozusagen als Bohnenstange. Weil die Pflanzen nicht so hoch werden, überwuchern sie den Mais nicht und düngen ihn sogar noch mit Stickstoff, der für die Pflanze das ist, was für uns Eiweiß in der Ernährung bedeutet.
Wer Busch-, Reiser-, Stangen- und Feuerbohnen kennenlernen will, wer Tomaten ernten möchte, die er noch nie geerntet hat, hat am Sonntag Gelegenheit dazu. Dann kann die Raritätengärtnerei – die längst zu so etwas wie einer Arche Noah geworden ist – besichtigt und unter die Lupe genommen werden. Eine Begegnung mit Engeln inklusive.
Raritäten-Fest
Kommerzfrei: Die Ökokiste und Raritätengärtnerei Schwarzach von Veit Plietz feiert am Samstag, 16. September, von 10 bis 17 Uhr Hoffest. Dabei geht es nicht um Kommerz, sondern um Infos zum Thema Bioanbau. Mit dabei sind Gleichgesinnte wie die Kitzinger AWO-Gärtnerei, der Lauber Homöopathie-Hof und der Verein „Wir für Vielfalt“ sowie die Genießermanufaktur Würzburg.
Kräuterführungen: 11 und 16 Uhr lädt eine Kräuterführerin zum Spaziergang durch die einheimische Kräuterflora. Zudem besteht die Möglichkeit, Tomaten-Raritäten aus aller Welt selber zu ernten.
Weitere Angebote: Zirkusworkshop, Hüpfburg, Kinderschminken, Betriebsführung, Kutschfahrten und Live-Musik.
Ort des Geschehens: Raritätengärtnerei Schwarzach, Am See 9.

Vom Mainpost-Redaktionsmitglied Frank Weichhan

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen


02. August 2012: Im Gurken-Paradies

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen

Der Biogärtner Veit Plietz setzt auf Vielfalt

Wenn „Bella Della“ auf „Yamato 3 Feed“ und „Ali aus Persien“ trifft: 50 verschiedene Gurkensorten sind derzeit in Schwarzach im Test.
Schon in der Hofeinfahrt gibt es Spannendes zu entdecken: Da ist mit dem Basilikum die heilige Pflanze der Hindus, die angeblich zwischenmenschliche Beziehungen stabilisieren kann. Daneben das Yacón: Eine Frucht aus Südamerika, die wie eine Birne schmeckt und sich mit der Darmflora gut versteht.
Ein Besuch bei Veit Plietz, der seit 28 Jahren einen Bio-Hof in Stadtschwarzach betreibt und damit getrost als Öko-Pionier bezeichnet werden kann, ist so ziemlich alles – nur nicht langweilig. Die Vielfalt hat es ihm angetan. Neben den ungewöhnlichen Gewächsen im Eingangsbereich warten deshalb noch viele weitere Überraschungen.

Etwa die 200 Tomatensorten, die im Laufe der vergangenen Jahre zusammenkamen (wir berichteten). Darunter Gebilde, bei denen man sich schwer tut, sie überhaupt als Tomaten zu identifizieren. Aus der ganzen Welt kommen inzwischen die Tomatensamen – ein Ende des Artenvielfalt-Experiments ist nicht abzusehen.

Gurkenvielfalt: Von Mini bis XXL, von grün bis weiß. Und dabei möglichst resistent gegen Mehltau. Foto: Veit Plietz
Gurken aus aller Herren Länder: Der Biogärtner Veit Plietz aus Schwarzach baut derzeit 20 verschiedene Gurkenraritäten an, darunter Pflanzen aus Japan, Finnland, Lettland, Russland und dem Iran. Foto: Frank Weichhan

Aus den gleichen Quellen speist sich auch der Samen für das jüngste Experiment des Gärtnermeisters: In Sichtweite der Münsterschwarzacher Klostertürme wächst seit drei, vier Jahren ein beachtliches Paradies für Gurken heran.
Was mit sieben, acht Sorten begann, erreicht inzwischen die stolze Zahl 50. Wie bei den Tomaten gilt auch hier: So manches ist nicht unbedingt sofort als Gurke zu erkennen. Weiß und rund, höckrig, gelb oder gestreift – die Schwarzacher Gurkenvielfalt hat viele Gesichter. Und viele Größen: Von drei Zentimetern bis zu einem Meter ist alles drin.
Die Namen sind erlesen: Von der robusten Mona Lisa bis zu der Bergschönheit Bella Della reicht die Palette. Die Gurken kommen aus aller Herren Länder: Lunghissima di Tutti aus Italien. Yamato 3 Feed aus Japan. Ali aus Persien. China, Russland, Lettland und Finnland sind ebenso vertreten wie Afrika mit der Stachelgurke Kiwano.
Die Vielfalt ist dabei keineswegs nur ein Spleen von Veit Plietz – das ganze dient dem Überleben und läuft im Wortsinn als Feldversuch. Weil man beim Bioanbau beispielsweise gegen den Mehltau mit herkömmlichen Mittel kaum eine Chance hat, müssen robustere Sorten her. Nichts von der Stange. Sondern alte Landsorten, die das Freiland mögen. Die nicht bis zum Anschlag hochgezüchtet wurden und möglichst viel aushalten.
Die ersten Erkenntnisgewinne gibt es inzwischen: Russland beispielsweise fliegt wieder aus dem Programm, weil die Vegetationszeit wohl dem russischen Winter angepasst und deshalb äußerst kurz ist. An Ersatz mangelt es nicht, um die 1000 Gurkensorten dürfte es weltweit geben, schätzt Veit Plietz. Befürchtungen, dass im Gurken-Paradies die Arbeit ausgehen könnte, muss man also nicht haben.
Weitere Infos unter Tel. (0 93 24) 10 30 oder im Internet unter www.oekokiste-schwarzach.de.

Vom Mainpost-Redaktionsmitglied Frank Weichhan

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen


31. März 2012: Gärtnerei Veit Plietz und Weingut Zang in „Zwischen Spessart und Karwendel“ im BR-Fernsehen


Juni 2011: Wo die Gurken weiß und rund sind

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen

Bio-Gärtnerei in Schwarzach begegnet der allgemeinen Verunsicherung mit Artenvielfalt

Ausgerechnet die Bio-Bauern. Ausgerechnet sie gerieten in Verdacht. Oder besser gesagt: Ihre Gurken, weil die angeblich mit Gülle gedüngt würden. Und in der Gülle lauert er, der EHEC-Erreger. Als Veit Plietz von diesem Verdacht hörte, fiel er aus allen Wolken: Wer auch immer auf die Geschichte mit der Gülle gekommen war – er konnte nur aus dem Tal der Ahnungslosen stammen.

Gülle und Gemüse schließen sich aus: „Das ist gar nicht zugelassen“, betont Plietz, der seit 28 Jahren eine Demeter-Gärtnerei in Stadtschwarzach betreibt und damit so etwas wie ein Bio-Pionier ist.

Zeigt her Eure Gurkenpflanzen: Der Schwarzacher Öko-Gärtner Veit Plietz setzt – jetzt erst recht – auf die Gurke. In diesem Jahr hat er gleich 30 Sorten im Angebot. Foto: Frank Weichhan

Der böse Gülle-Verdacht erledigte sich zwar bald ebenso wie die Meldung, der Erreger stamme von spanischen Gurken. Was blieb, ist eine tief greifende Verunsicherung der Verbraucher. Samt eines geradezu panischen Blicks auf die Gurke, die plötzlich zum Feindbild geraten war. Mitunter sogar zur Waffe. Wie auf jener Karikatur, die einen Ladenüberfall zeigt, bei dem der Gauner statt mit einer Waffe mit einer Gurke droht.

Lachen kann Veit Plietz über so etwas nicht wirklich. Weil jetzt vielerorts wahrscheinlich ein Großteil der Gurken-Ernte vernichtet werden muss – wegen eines abwegigen Verdachts.
Mann der ersten Öko-Stunde

Der Mann der ersten Öko-Stunde

(„Wir arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen!“) hofft jetzt auf zweierlei: Dass die Ursache für den Erreger, der ganz Deutschland verrückt macht, bald gefunden wird. Und dass die Verbraucher künftig genauer hinschauen: „Das ist auch eine Chance für Besinnung!“ Vielleicht, so die stille Hoffnung, machen sich die Verbraucher verstärkt die Mühe, direkt beim Erzeuger vorbeizuschauen, um Informationen aus erster Gärtnerhand zu bekommen.

So wie am morgigen Samstag, wenn es in dem Schwarzacher Ökobetrieb eine ungewöhnliche Hofführung gibt. Gezeigt werden Gemüse-Raritäten. Wobei sich das mit den Raritäten auch und gerade auf die schlagzeilenträchtige Gurke bezieht.

Vielfalt durch Raritäten – das ist etwas, was man bei ökologischem Anbau erwarten darf. Zumindest bei Veit Plietz, wo das Ungewöhnliche längst zur Marke avancierte. Beispielsweise fing Plietz vor einigen Jahren an, alte Tomatensorten neu zu entdecken. Inzwischen hat sich die Sache verselbstständigt, angebaut werden heuer gut 200 verschiedene Tomatensorten. Darunter Gebilde, bei denen man sich schwer tut, sie überhaupt als Tomaten zu identifizieren.

Nicht jede Gurke ist sofort als Gurke zu erkennen

In diesem Sommer springt dieser Artenreichtum auch auf die Gurke über. Was mit sieben, acht Sorten begann, erreicht inzwischen die stolze Zahl 30. Auch hier gilt: So manches wird nicht unbedingt sofort als Gurke zu erkennen sein.

Auch wenn es gerade irgendwie gar nicht in die Zeit zu passen scheint, verfährt Veit Plietz nach dem Jetzt-erst-recht-Prinzip und freut sich schon jetzt auf die in wenigen Wochen beginnende Ernte. Dann wird er Früchte pflücken, die beispielsweise Ei des Drachen heißen und so gar nicht der Lang-und-grün-Vorstellung entsprechen. Weiß und rund, höckrig, gelb oder gestreift – die Schwarzacher Gurkenvielfalt hat viele Gesichter. Und viele Größen: Von drei Zentimetern bis zu einem Meter ist alles drin. Die wahre Größe erlangen die Gurken allerdings erst, wenn sie wieder aus den Negativ-Schlagzeilen samt seltsamer Karikaturen kommen.

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen


30. März 2011: Gärtnerei Veit Plietz LIVE in „Frankenschau aktuell“

Die Gärtnerei Veit Plietz war am Mittwoch den 30. März 2011 live im BR-Fernsehen, in der Sendung „Franken aktuell“.
So langsam wird es schon zur Gewohnheit das Veit Plietz vor der Kamera seine fachkundigen Ratschläge an alle Hobbygärtner weitergibt.
Erst im Sommer letztes Jahr (am 7. Juni 2010) saß er im Fernsehstudio des Bayerischen Rundfunks und gab allerhand Tipps über die zahlreichen Tomatensorten, die er selbst in seiner Gärtnerei „hegt und pflegt“ (und auch züchtet) und die man natürlich als Pflanze, zum selber gießen, oder als Frucht bei ihm bekommt.
Schaut Euch einfach mal den Film an…


28. Januar 2011: Die Pflanzenvielfalt erleben

Ort: Iphofen/Landkreis  Von: Jessica Urban

Artenvielfalt

Gärntermeister Veit Plietz ist auf die Tomate gekommen. 200 Sorten hat er im Sommer im Angebot. Beim Fest der Kulturpflanze in Iphofen stellt er längst vergessene Pflanzen vor

In Berlin geht gerade die Internationale Grüne Woche zu Ende, die in diesem Jahr unter dem Motto stand: „Erlebe die Vielfalt“. Im Kleinen kann man die Vielfalt auch im Landkreis Kitzingen erleben. Zum Beispiel auf dem Gärtnerhof Ökokiste von Veit Plietz in Schwarzach.
Zur Tomatenzeit bietet der Gärtnermeister hier 200 verschiedene Sorten an. 30 davon vermehrt er selbst. Weitere tauscht oder kauft er hinzu. 200 Sorten hört sich viel an. Doch im Vergleich zur einstigen Artenvielfalt ist es doch nur ein relativ kleiner Teil. Etwa 10 000 Tomatensorten sind wohl über die Jahrtausende entstanden, schätzen Experten.
Angesichts dieser Vielfalt kann der Gärtnermeister eines nicht verstehen: wenn Kunden zu ihm auf den Hof kommen und nach Tomaten verlangen, die nach Tomate schmecken. „Viele wissen gar nicht, dass es bei den Tomaten ein großes Geschmacktsspektrum gibt“, sagt er. Manche schmecken süß, andere weniger. Einige haben viel, manche wenig Säure. Einige sind fest, andere wiederum weich.

Sie sehen ein wenig aus wie Tomaten, sind aber keine: Die Baum-Chilis von Veit Plietz überwintern gerade im Gewächshaus. Tomaten gibt es gerade keine – im Sommer aber bietet er 200 verschiedenen Sorten an. Foto: Jessica Urban
Große Unterschiede

Neben dem Geschmack unterscheiden sich die Tomaten auch bei Aussehen, Form und Größe. Es gibt sie in rot, gelb grün, braunrot und orange, in länglich und rund, gesprenkelt, gestreift oder einfarbig. „Dunkle Tomaten haben weniger Säure, gelbe sind dagegen gut verträglich“, nennt er ein Beispiel.
Plietz‘ Tomatenpflanzen hören auf so klangvolle Namen wie Tigerella, Berner Rose oder Tommy Tasty. Manche Namen klingen ein wenig wie Kosenamen und tatsächlich sind Tomaten die große Leidenschaft des Gärtnermeisters.
Auf diese Pflanzen ist Veit Plietz zufällig gekommen. In einer österreichischen Gärtnerei hat er vor etwa zehn Jahren seine ersten Erfahrungen mit unbekannten Tomatensorten gemacht. Anschließend war er so begeistert, dass er selbst begonnen hat, mit einigen Arten zu experimentieren. Bei Verkostungen auf seinem Hof rief er Begeisterung hervor: „Ich war erstaunt, wie groß das Interesse an den alten Sorten war.“
Nicht ohne Grund. Denn auch fast vergessene Sorten haben ihren Reiz und spezielle Vorteile: „Es gibt zum Beispiel Sorten, die man bis zur nächsten Ernte lagern kann“, erzählt er. Andere haben beispielsweise einen tollen Geschmack, sind dafür aber empfindlich. Für jeden Geschmack, Anlass und Pflanzort gibt es daher eine ideale Lösung.
„Früher haben die Menschen ihre Pflanzen untereinander getauscht und diese dann miteinander gekreuzt“, erklärt der Fachmann, wie es zu der enormen Vielfalt gekommen ist.
Über die Jahre hinweg haben sich die neu entstandenen Sorten dabei auch gut an die jeweiligen Regionen angepasst. Trotzdem sind heute die meisten von ihnen verschwunden. In den Supermärkten gibt es überall die gleichen Sorten.
Die Ursache dafür liegt in der Produktion der Nahrungsmittel. „Die Lebensmittelhändler kaufen Tomaten nur noch nach Optik und Haltbarkeit“, erklärt Plietz. Pflanzen, die anfällig sind, von der Größe zu sehr variieren oder nicht schön aussehen, haben daher keine Chance mehr.
Damit diese nicht endgültig verloren gehen, kämpfen Veit Plietz und einige Kollegen für ihren Erhalt. Doch auch von anderen Pflanzenarten gibt es alte Sorten, die ökologisch engargierte Menschen erhalten wollen.

Fest der Kulturpflanze

Einen Eindruck davon können sich Interessierte bald in Iphofen machen. Am 19. Februar findet dort das Fest der Kulturpflanze statt.Veit Plietz informiert dort nicht nur über seine Tomaten, sondern auch über andere fast in Vergessenheit geratene Pflanzen, darunter verschiedene Bohnen- und Blumensorten. Marius Wittur präsentiert dort seinen Quittenlehrpfad und die Astheimer Perlquitte.
Zusammen wollen die beiden auf darauf hinweisen, dass die Pflanzenvielfalt in Gefahr ist. Doch auch etwas anderes beunruhigt Veit Plietz: „Viele Hersteller haben Patent auf ihre Samen angemeldet“, erklärt er. Gärtnern ist es dann nicht mehr erlaubt, eigene Pflanzen nachzuzüchten, sie müssen stattdessen die Samen nachkaufen.
Halte die Gentechnik in der Samenherstellung Einzug, dann sei die Nachzucht ohnehin ausgeschlossen. Bei dem Gedanken an eine Einheitssorte vergeht Veit Plietz der Appetit – ähnlich wie beim Gedanken an Wintertomaten: „Tomaten schmecken im Winter einfach nicht“, sagt er.
Falls er aber doch einmal Appetit auf das gesunde Gemüse hat – in seiner Wohnung lagern noch einige Exemplare, die besonders lange haltbar sind. Die Sorte hat er selbst aus Lettland mitgebracht. Dort hat er vor kurzem seinen Betrieb und seine Tomaten vorgestellt.

Quelle: „DIE KITZINGER“


7. Jun. 2010: Veit Plietz LIVE in „Wir in Bayern“


14. Aug. 2009: Was, Tomaten sind nicht nur rot und rund?

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