Presse & Fernsehen

2. Juni 2011: Wo die Gurken weiß und rund sind

Veit Plietz im Gewächshaus
Zeigt her Eure Gurkenpflanzen: Der Schwarzacher Öko-Gärtner Veit Plietz setzt – jetzt erst recht – auf die Gurke. In diesem Jahr hat er gleich 30 Sorten im Angebot. Foto: Frank Weichhan

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen

Bio-Gärtnerei in Schwarzach begegnet der allgemeinen Verunsicherung mit Artenvielfalt

Ausgerechnet die Bio-Bauern. Ausgerechnet sie gerieten in Verdacht. Oder besser gesagt: Ihre Gurken, weil die angeblich mit Gülle gedüngt würden. Und in der Gülle lauert er, der EHEC-Erreger. Als Veit Plietz von diesem Verdacht hörte, fiel er aus allen Wolken: Wer auch immer auf die Geschichte mit der Gülle gekommen war – er konnte nur aus dem Tal der Ahnungslosen stammen.

Gülle und Gemüse schließen sich aus: „Das ist gar nicht zugelassen“, betont Plietz, der seit 28 Jahren eine Demeter-Gärtnerei in Stadtschwarzach betreibt und damit so etwas wie ein Bio-Pionier ist.

Der böse Gülle-Verdacht erledigte sich zwar bald ebenso wie die Meldung, der Erreger stamme von spanischen Gurken. Was blieb, ist eine tief greifende Verunsicherung der Verbraucher. Samt eines geradezu panischen Blicks auf die Gurke, die plötzlich zum Feindbild geraten war. Mitunter sogar zur Waffe. Wie auf jener Karikatur, die einen Ladenüberfall zeigt, bei dem der Gauner statt mit einer Waffe mit einer Gurke droht.

Lachen kann Veit Plietz über so etwas nicht wirklich. Weil jetzt vielerorts wahrscheinlich ein Großteil der Gurken-Ernte vernichtet werden muss – wegen eines abwegigen Verdachts.
Mann der ersten Öko-Stunde

Der Mann der ersten Öko-Stunde

(„Wir arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen!“) hofft jetzt auf zweierlei: Dass die Ursache für den Erreger, der ganz Deutschland verrückt macht, bald gefunden wird. Und dass die Verbraucher künftig genauer hinschauen: „Das ist auch eine Chance für Besinnung!“ Vielleicht, so die stille Hoffnung, machen sich die Verbraucher verstärkt die Mühe, direkt beim Erzeuger vorbeizuschauen, um Informationen aus erster Gärtnerhand zu bekommen.

So wie am morgigen Samstag, wenn es in dem Schwarzacher Ökobetrieb eine ungewöhnliche Hofführung gibt. Gezeigt werden Gemüse-Raritäten. Wobei sich das mit den Raritäten auch und gerade auf die schlagzeilenträchtige Gurke bezieht.

Vielfalt durch Raritäten – das ist etwas, was man bei ökologischem Anbau erwarten darf. Zumindest bei Veit Plietz, wo das Ungewöhnliche längst zur Marke avancierte. Beispielsweise fing Plietz vor einigen Jahren an, alte Tomatensorten neu zu entdecken. Inzwischen hat sich die Sache verselbstständigt, angebaut werden heuer gut 200 verschiedene Tomatensorten. Darunter Gebilde, bei denen man sich schwer tut, sie überhaupt als Tomaten zu identifizieren.

Nicht jede Gurke ist sofort als Gurke zu erkennen

In diesem Sommer springt dieser Artenreichtum auch auf die Gurke über. Was mit sieben, acht Sorten begann, erreicht inzwischen die stolze Zahl 30. Auch hier gilt: So manches wird nicht unbedingt sofort als Gurke zu erkennen sein.

Auch wenn es gerade irgendwie gar nicht in die Zeit zu passen scheint, verfährt Veit Plietz nach dem Jetzt-erst-recht-Prinzip und freut sich schon jetzt auf die in wenigen Wochen beginnende Ernte. Dann wird er Früchte pflücken, die beispielsweise Ei des Drachen heißen und so gar nicht der Lang-und-grün-Vorstellung entsprechen. Weiß und rund, höckrig, gelb oder gestreift – die Schwarzacher Gurkenvielfalt hat viele Gesichter. Und viele Größen: Von drei Zentimetern bis zu einem Meter ist alles drin. Die wahre Größe erlangen die Gurken allerdings erst, wenn sie wieder aus den Negativ-Schlagzeilen samt seltsamer Karikaturen kommen.

Quelle: Mainpost, Regionalteil Kitzingen

30. März 2011: Gärtnerei Veit Plietz LIVE in "Frankenschau aktuell"

Die Gärtnerei Veit Plietz war am Mittwoch den 30. März 2011 live im BR-Fernsehen, in der Sendung "Franken aktuell".
So langsam wird es schon zur Gewohnheit das Veit Plietz vor der Kamera seine fachkundigen Ratschläge an alle Hobbygärtner weitergibt.
Erst im Sommer letztes Jahr (am 7. Juni 2010) saß er im Fernsehstudio des Bayerischen Rundfunks und gab allerhand Tipps über die zahlreichen Tomatensorten, die er selbst in seiner Gärtnerei "hegt und pflegt" (und auch züchtet) und die man natürlich als Pflanze, zum selber gießen, oder als Frucht bei ihm bekommt.
Schaut Euch einfach mal den Film an...


28. Januar 2011: Die Pflanzenvielfalt erleben

Sie sehen ein wenig aus wie Tomaten, sind aber keine: Die Baum-Chilis von Veit Plietz überwintern gerade im Gewächshaus. Tomaten gibt es gerade keine - im Sommer aber bietet er 200 verschiedenen Sorten an. Foto: Jessica Urban
Sie sehen ein wenig aus wie Tomaten, sind aber keine: Die Baum-Chilis von Veit Plietz überwintern gerade im Gewächshaus. Tomaten gibt es gerade keine - im Sommer aber bietet er 200 verschiedenen Sorten an. Foto: Jessica Urban

Ort: Iphofen/Landkreis  Von: Jessica Urban

Artenvielfalt

Gärntermeister Veit Plietz ist auf die Tomate gekommen. 200 Sorten hat er im Sommer im Angebot. Beim Fest der Kulturpflanze in Iphofen stellt er längst vergessene Pflanzen vor

In Berlin geht gerade die Internationale Grüne Woche zu Ende, die in diesem Jahr unter dem Motto stand: "Erlebe die Vielfalt". Im Kleinen kann man die Vielfalt auch im Landkreis Kitzingen erleben. Zum Beispiel auf dem Gärtnerhof Ökokiste von Veit Plietz in Schwarzach.
Zur Tomatenzeit bietet der Gärtnermeister hier 200 verschiedene Sorten an. 30 davon vermehrt er selbst. Weitere tauscht oder kauft er hinzu. 200 Sorten hört sich viel an. Doch im Vergleich zur einstigen Artenvielfalt ist es doch nur ein relativ kleiner Teil. Etwa 10 000 Tomatensorten sind wohl über die Jahrtausende entstanden, schätzen Experten.
Angesichts dieser Vielfalt kann der Gärtnermeister eines nicht verstehen: wenn Kunden zu ihm auf den Hof kommen und nach Tomaten verlangen, die nach Tomate schmecken. "Viele wissen gar nicht, dass es bei den Tomaten ein großes Geschmacktsspektrum gibt", sagt er. Manche schmecken süß, andere weniger. Einige haben viel, manche wenig Säure. Einige sind fest, andere wiederum weich.

Große Unterschiede

Neben dem Geschmack unterscheiden sich die Tomaten auch bei Aussehen, Form und Größe. Es gibt sie in rot, gelb grün, braunrot und orange, in länglich und rund, gesprenkelt, gestreift oder einfarbig. "Dunkle Tomaten haben weniger Säure, gelbe sind dagegen gut verträglich", nennt er ein Beispiel.
Plietz' Tomatenpflanzen hören auf so klangvolle Namen wie Tigerella, Berner Rose oder Tommy Tasty. Manche Namen klingen ein wenig wie Kosenamen und tatsächlich sind Tomaten die große Leidenschaft des Gärtnermeisters.
Auf diese Pflanzen ist Veit Plietz zufällig gekommen. In einer österreichischen Gärtnerei hat er vor etwa zehn Jahren seine ersten Erfahrungen mit unbekannten Tomatensorten gemacht. Anschließend war er so begeistert, dass er selbst begonnen hat, mit einigen Arten zu experimentieren. Bei Verkostungen auf seinem Hof rief er Begeisterung hervor: "Ich war erstaunt, wie groß das Interesse an den alten Sorten war."
Nicht ohne Grund. Denn auch fast vergessene Sorten haben ihren Reiz und spezielle Vorteile: "Es gibt zum Beispiel Sorten, die man bis zur nächsten Ernte lagern kann", erzählt er. Andere haben beispielsweise einen tollen Geschmack, sind dafür aber empfindlich. Für jeden Geschmack, Anlass und Pflanzort gibt es daher eine ideale Lösung.
"Früher haben die Menschen ihre Pflanzen untereinander getauscht und diese dann miteinander gekreuzt", erklärt der Fachmann, wie es zu der enormen Vielfalt gekommen ist.
Über die Jahre hinweg haben sich die neu entstandenen Sorten dabei auch gut an die jeweiligen Regionen angepasst. Trotzdem sind heute die meisten von ihnen verschwunden. In den Supermärkten gibt es überall die gleichen Sorten.
Die Ursache dafür liegt in der Produktion der Nahrungsmittel. "Die Lebensmittelhändler kaufen Tomaten nur noch nach Optik und Haltbarkeit", erklärt Plietz. Pflanzen, die anfällig sind, von der Größe zu sehr variieren oder nicht schön aussehen, haben daher keine Chance mehr.
Damit diese nicht endgültig verloren gehen, kämpfen Veit Plietz und einige Kollegen für ihren Erhalt. Doch auch von anderen Pflanzenarten gibt es alte Sorten, die ökologisch engargierte Menschen erhalten wollen.

Fest der Kulturpflanze

Einen Eindruck davon können sich Interessierte bald in Iphofen machen. Am 19. Februar findet dort das Fest der Kulturpflanze statt.Veit Plietz informiert dort nicht nur über seine Tomaten, sondern auch über andere fast in Vergessenheit geratene Pflanzen, darunter verschiedene Bohnen- und Blumensorten. Marius Wittur präsentiert dort seinen Quittenlehrpfad und die Astheimer Perlquitte.
Zusammen wollen die beiden auf darauf hinweisen, dass die Pflanzenvielfalt in Gefahr ist. Doch auch etwas anderes beunruhigt Veit Plietz: "Viele Hersteller haben Patent auf ihre Samen angemeldet", erklärt er. Gärtnern ist es dann nicht mehr erlaubt, eigene Pflanzen nachzuzüchten, sie müssen stattdessen die Samen nachkaufen.
Halte die Gentechnik in der Samenherstellung Einzug, dann sei die Nachzucht ohnehin ausgeschlossen. Bei dem Gedanken an eine Einheitssorte vergeht Veit Plietz der Appetit - ähnlich wie beim Gedanken an Wintertomaten: "Tomaten schmecken im Winter einfach nicht", sagt er.
Falls er aber doch einmal Appetit auf das gesunde Gemüse hat - in seiner Wohnung lagern noch einige Exemplare, die besonders lange haltbar sind. Die Sorte hat er selbst aus Lettland mitgebracht. Dort hat er vor kurzem seinen Betrieb und seine Tomaten vorgestellt.

Quelle: "DIE KITZINGER"


7. Jun. 2010: Veit Plietz LIVE in "Wir in Bayern"


14. Aug. 2009: Was, Tomaten sind nicht nur rot und rund?

Kunden-HOTLINE

09324 / 1030 Zwinkernd

Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr, persönlich besetzt.

Wir helfen Ihnen gerne weiter bei Fragen zu

Suche - Shopanleitung

Kisteninhalt - Kundenbrief

Baby mit Ökokisten-Latz
Logo der Ökokiste

Demeter-Gärtnerei Veit Plietz • Am See 9 • 97359 Schwarzach/Main • Tel.: 09324/1030 • DE-ÖKO-037-Kontrollstelle • Demeter Betriebsnr.: 17520 • Impessum

Presse & Fernsehen
Presse & Fernsehen
Presse & Fernsehen
Presse & Fernsehen